Smi und Smu unterwegs

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Tag 10 - 12

Nordkaptour

Tag 10
184 km Rundreise auf den Lofoten

In unserer Tourplanung hatten wir bereits mehrere Übernachtungen auf den Lofoten vorgesehen.
Bei der gestrigen Anreise hierher haben wir uns  entschieden, dass wir zwei Nächte in Lyngvaer bleiben und dann weiter Richtung A verlagern. So haben wir anschließend nur eine kurze Anfahrt zur Fähre Richtung Bodö.
Heute steht also eine Rundfahrt auf den Lofoten an.
Wir wollen ungefähr die halbe Strecke bis nach A fahren und dann an der südlichen Küstenseite wieder zurück.

Wir stehen also um 07.15h auf und stellen fest, dass es sehr bedeckt ist. Zudem nieselt es leicht. Da wir eh mal wieder waschen müssen, legen wir einen Waschtag ein (natürlich nur stundenweise).
Wir spannen Leinen mit unseren Spanngurten und stellen die Elektroheizungen in unserer Unterkunft auf "MAX" ein.

Anschließend gehts im Regenzeug los.
Es wird schnell trocken, aber es bläst ein starker frischer Wind.
Die Lofoten sind einfach unbeschreiblich schön. Nach jeder Kurve ändern sich die Landschaft, das Wetter und die Lichtverhältnisse.
Unser Weg führt uns zum Wikingermuseum nach Borg.
Der Besuch ist ganz interessant und somit OK.
Die Wanderung im Außenbereich des Museums zu einem Wikingerbootshaus können wir allerdings nicht empfehlen. Dort stehen alte Holzboote in einer völlig dunklen alten Holzhütte an einem Fjord. Der Weg in Motorradbekleidung ist trotz der kühlen Witterung sehr beschwerlich.

Wir fahren ohne Regenzeug weiter, da sich das Wetter mal wieder deutlich gebessert hat. Es wird sogar angenehm warm.

In Leknes finden wir eine Statoil Tankstelle und es gibt wie immer Capu bzw. Kaffee.
Wir essen heute auch zum ersten Mal den "Wiener for nen Tyner". Ein Wienerwürstchen im Hotdogbrötchen mit Saucen nach Wahl für 10,- NK.
Das ist hier so das Billigste was man Kaufen kann in Norwegen.
Es schmeckt klasse und ist ab jetzt die Leibspeise von Smi.

Über die 815 gehts nach Stamsund zu einem Hurtigrutenanleger.
Wir fahren weiter nach Henningsvaer und besichtigen das alte Fischerdorf.
Achja, hier auf den Lofoten gibt es fast überall Stockfisch, der an Holzgestellen aufgehängt wird.
Stockfisch, Stockfisch, Stockfisch. Man sieht ihn nicht nur überall; es riecht auch überall nach Stockfisch.
Weiter auf der 815 über eine wunderbare Mopedstrecke. Lediglich der Wind trübt das Fahrvergnügen.
Anschließend fahren wir nochmal nach Svolvaer. Einkaufen im Supermarkt, Tanken und natürlich Capu bzw. Kaffee bei Statoil.

Bei unserer heutigen Rundfahrt haben wir 3x ein WoMo mit Düsseldorfer Kennzeichen gesehen. Den Fahrer hatten wir gestern bereits getroffen und freundlich gegrüßt. Er bekam allerdings kein Wort über die Lippen und drehte sich demonstrativ um. Auch bei unseren heutigen Begegnungen war er stumm und stur. Für uns ist er daher nur der "Düsseldoofe".

Um 18.30h kommen wir wieder an unserer Unterkunft an.
Heute gibt es Hähnchenschnitzel.

Beim anschließendem Absacker sind wir immer noch von der außergewöhnlichen und atemberaubenden Landschaft begeistert.
Einfach nur WAU!










Tag 11
143 km nach A i Lofoten

Wir fahren um 08.20h bei leichtem Nieselregen los.
Wie schon am Vortag ändert sich das Wetter fast nach jeder Kurve. Es wird immer schöner. Schon nach kurzer Fahrt lacht uns die Sonne an.
Bei der bekannten Statoil Tankstelle in Leknes wird gefrühstückt. Dann gehts nach Nusfjord und nach Ramberg. Außerdem stoppen wir in Reine und fahren zum Fähranleger nach Moskenes.
Die alte Holzkirche in Flagstad war leider verschlossen.
Außerdem hat Smu mal seine Angel benutzt.
Leider hat er nichts gefangen.

Es geht bis zum Ende der Lofoten nach A.
Aufgrund der Empfehlung von unserem Follower "Emmerthaler" nehmen wir ein Zimmer in dem Hostel über dem Stockfischmuseum; "A-hamna-rooms".
Zwar mit Sanitäranlage auf dem Flur, aber absolut im Hotelstandard; was wir bisher so nicht hatten.
Wir beziehen unser Zimmer und erkunden zu Fuß die Umgebung.
Der Parkplatz am Ende von A, nach dem kleinen Tunnel, steht voller WoMo's. 100 Stück oder so????
Irgendwie bekommen wir ein ungutes Gefühl, was unsere Fährfahrt am nächsten Tag angeht. Wir wissen nicht wie viele Mopeds mit wollen und möchten die Fähre um 10.00h nehmen.
Wir entschließen uns daher, die Fährpassage per Telefon zu buchen.
Smi kontaktierte die Hotline der Reederei per Handy  und die Buchung wurde auf englisch durchgeführt. Das war ganz einfach und die junge Dame am anderen Ende der Leitung sprach auch nicht besser englisch als wir.
Die Buchung konnte auch direkt per Visa bezahlt werden und es kam unverzüglich eine email als Bestätigung auf's Smartphone.
Prima!
Also Duschen und raus nach draußen in die Sonne.
Während des Duschens kam dann eine weitere email, in der die Buchung auf 14.00h geändert wurde. Grund war der Ausfall eines Fährschiffes. Dies war auch der Grund, warum soviele WoMo's hier sind, denn wir bekommen mit, dass die Fähre bereits seit zwei Tagen nicht fuhr. Am späten Abend kommt dann noch eine Fähre in Moskenes an und es kommen viele Leute, auch Mopedfahrer, nach A und suchen Zimmer.

Unterdessen lernen wir einen netten Mann aus NL kennen. Er war mit seiner K1200S auch am Kap. Er fährt täglich 700 km und hat den Dauerregen gepachtet. Der Arme war fünf Tage im Daueregen unterwegs und hat Tränen in den Augen, als wir von unserem Wetter berichten. Er will am nächsten Morgen die erste Fähre um sechs nehmen und dann an der Küstenstraße entlang Richtung Geiranger brettern.

Während wir also da so sitzen und ein Bier trinken, kommt ein BMW Fahrer auf seiner riesigen "Reisemaschine" angefahren. Er schaut, ob er die kleine Abfahrt herunter zu unserem Parkplatz nutzen kann. Smi ruft ihm zu, dass er dort genügend Platz zum Parken und Rangieren hat. Er schaut uns daraufhin an und ruft:
"Euch kenn ich! Ihr seit Smi und Smu! Ich kenne euch aus dem Internet."

Es stellt sich heraus, dass er unsere Homepage kennt und sich im Gästebuch eingetragen hatte. Dort hatte er auch angekündigt, dass wir uns auf den Lofoten sehen könnten. Er fährt die Tour im Uhrzeigersinn und kam uns also entgegen.
So klein ist die Welt.

Ihr habt sicherlich gemerkt, dass ich mich heute mit der Beschreibung der Landschaft und so zurückgehalten habe.
Es fehlen einfach die Worte dazu.
Man sollte es selber sehen und erleben.


Am Ende des Tagesberichtes muss ich noch von Smu's Traum erzählen:
Also, Smu hat in der letzten Nacht von Pinocchio geträumt.
In dem Traum haben wir den Vespafahrer wieder bei einem Tankstopp getroffen.
Wir stellen ihn zur Rede, haben Zweifel an seiner Tour und an seiner Ausrüstung und wollen wissen, was er in seinem kleinen Topcase hat.
Er beteuert, dass er alleine mit der Vespa unterwegs ist und dass er das Topcase nicht öffnen will.
Daraufhin bedrängen wir Pinocchio derart, dass er aus Angst vor uns das Topcase öffnet.
Was glaubt ihr, was in dem Topcase war?



Das Topcase war voll mit kleinen RAMAZZOTTI Fläschchen.





Tag 12
91km bis nach Fauske (einschließlich vier Stunden Fährfahrt nach Bodö)

Es ist Samstag, der 14.06.2014. Wir werden heute die Lofoten verlassen und wieder aufs norwegische Festland zurückkehren.
Aufgrund des Ausfalls einer Fähre legt unser Schiff erst um 14.00h ab. Wir müssen also den Vormittag zeitlich überbrücken.

Um 09.00h machen wir uns erst einmal auf den Weg zu dem kleinen Supermarkt am Ortsanfang von A.
Achja, es ist Samstag und der Minimarkt öffnet erst um 10.00h.
Wir fahren weiter zu einem etwas größeren Supermarkt, der aber auch erst um 10.00h öffnet. Also warten wir vor dem COOP Markt, der dann pünktlich um 10.00h öffnet.
Leider kommen die Backwaren erst um 10.30h.
Richtige Brötchen sind aber nicht dabei. Wir kaufen daher leckere Puddingteilchen zum Frühstück und Hörnchen und Salami fürs Mittagessen auf der Fähre. Wir wollen heute auch mal gesund leben und kaufen auch noch vier Bananen für 11,41 NK; das ist eigentlich gar nicht teuer.
Nach dem Frühstück auf dem Parkplatz fahren wir nochmal nach Reine, da wir dort gestern eine Statoilautomatenstation mit Souveniershop gesehen hatten und nochmal volltanken wollen.
Der Souveniershop entpuppt sich als komplett ausgestattete Statoil Tankstelle und wir gönnen uns unseren Kaffee.
Anschließend nimmt sich Smu in dem Thermobecher sogar noch einen Kaffee mit zum Fähranleger.
Wir kommen dort um 12.15h an und die Wartespuren sind schon gut gefüllt. Wir fahren auf die Spur für Reservierungen und werden von den anderen ungläubig angeschaut.
Der Kassierer prüft unsere Buchung; alles OK!

Mit uns wartet ein GS Fahrer aus Witten auf die Fähre. Er ist ein netter Typ und kennt Smi und Smu auch aus dem Internet. Er fährt quasi unsere Route, ist aber später losgefahren und übernachtet im Zelt.

Auf der Fähre lernen wir einen weiteren GS Fahrer kennen.
Er hatte bis auf den Aufenthalt auf den Lofoten nur "Scheißwetter", auch am Nordkap.
Wir grinsen, denn wir haben hier bisher niemanden getroffen, der wie wir bei tollem Wetter am Nordkap war. Wir hatten am Pfingstmontag offenbar alles richtig gemacht.

Während der Überfahrt überlegen wir, was wir mit dem restlichen Tag in Bodö anfangen sollen. Da wir erst um 18.00h dort anlegen, lohnt sich eine Fahrt zum Saltstraumen nicht mehr. Wir wollen zunächst eine Übernachtungsmöglichkeit suchen und dann nochmal darüber beraten wie's weitergeht.

In Bodö ist es sehr kalt. Nicht zu vergleichen mit dem sommerlichen Wetter auf den Lofoten. Wir steuern die nächste Statoil Tankstelle an und treffen nochmal den Wittener vom Fähranleger. Er hatte in der Nacht zuvor "die Sonne beobachtet" und war übermüdet an Bord eingeschlafen. Er will über die Küstenstraße 17 fahren, wir nehmen die E6. Uns  ist die Route über die 17 zu lang und zu umständlich. Auf der E6 hoffen wir schneller voran zu kommen.
Wir fahren weiter nach Fauske. Auf dem von Smu herausgesuchten Campingplatz ist keine Hütte mehr frei. Für ein Zimmer mit Doppelbett will man 750,-Nk haben.
Danke NEIN!

Der Campinplatzbetreiber ist aber sehr nett und gibt uns den Hinweis auf "Fauske Camping". Wo wir dann auch hinfahren und unterkommen.
An der Anmeldung empfängt uns Miss Marple. Auch unsere Hütte ist nicht viel jünger. Der Platz soll vier Sterne haben. Woher die kommen bleibt uns aber unklar.

Da war noch das junge Paar aus Bayern mit ihrem Landrover Defender und Dachzelt, die wir am Fähranleger und auf der Fähre gesehen und gesprochen haben. Auch wirklich nette Leute.
Hatten leider einen Defekt am Landi und mussten mehrere Tage auf ein Ersatzteil warten. Daher waren sie nun auf dem Heimweg.

Da war dann noch der Franzose, der mit seiner Sozia auf einer F800GS und Komplettausstattung unterwegs ist. Er hat es an Bord nicht geschafft sein Moped so zu sichern, dass der Lademeister damit einverstanden war. Nach dem vierten oder fünften Versuch nahm sich der Lademeister der Sache selber an und verzurrte für ihn das Motorrad.
Peinlich!

Und da war auch noch der Asiate bei COOP. Er zeigte uns auf seinem Smartphone ein Bild von einem Berg und wollte wissen, wie er dort hinkommt.
Es war kein Bild von der Zugspitze.














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